Seit 1420 oder 1565 war die Ortschaft im Besitz der Familie von Lehndorff, die aus der Gegend von Königsberg stammte. Ihr Gutshaus wurde nach Aufstaumaßnahmen am Mauersee auf die Anhöhe der Halbinsel verlegt, und bis 1572 entstand ein Nachfolgebau. Das Schloss der Grafen von Lehndorff ging während des Tatareneinfalls 1656 in Flammen auf. Was man heute sieht, ist im Kern der dritte Bau aus der Barockzeit. Bauherrin war Gräfin Marie Eleonore, geb. Dönhoff (1664 – 1724), letzte Gattin des dreimal verheirateten Oberburggrafen und Generalleutnants Ahasverus Graf von Lehndorff, der 1683 oder 1687 den Reichsgrafentitel für sich und seine Nachkommen errang. Die barocke Schlossanlage entstand 1689-1693 zusammen mit einem dem Ehrenhof vorgegten Wirtschaftshof, dessen Gebäulichkeiten u.a. aus einem Brau- und Mälzhaus (im 19. Jh. zum Speicher neugotisch umgestaltet und noch vorhanden) und einem Torhaus (bereits 1807 abgebrochen) bestanden. Aus der Barockzeit stammt nur noch der annähernd quadratische Kernbau (Mittelbau) des Schlossbaukörpers mit dem imposanten Walmdach. Die neugotischen Fialen an der Auffahrtsseite ersetzten um 1860 den alten Mittelgiebel. Die beiden Seitenflügel der Vorderfront wurden 1829 angebaut, die drei Ecktürme (einer an der Hof-, die anderen beiden auf der Gartenseite)  zwischen 1860 und 1880 hinzugefügt.